Mehr Anerkennung für die Pflege: Image-Kampagne der Stadt Weinheim

Motivfoto Pflege Weinheim

Es lässt sich nicht leugnen: Die Pflege hat einen schlechten Ruf. Vermeintlich unflexible Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung, kaum Entwicklungsmöglichkeiten und viel Stress – damit verbinden viele Menschen Berufe wie Kranken- oder Altenpfleger. Dass solche Vorurteile mit der Realität in der Regel so kaum übereinstimmen, weiß Einrichtungsleiterin Mevla Pektas von der INCURA Senioren-Residenz Sankt Barbara in Weinheim. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und zwei anderen Sozialeinrichtungen aus Weinheim – dem evangelischen Altenzentrum Bodelschwingh-Heim und mit der Pflegeeinrichtung GRN-Betreuungszentrum – nimmt sie teil an einer Image-Kampagne für Pflegeberufe in Weinheim. Die Idee zur Kampagne geht zurück auf eine Pflegekonferenz, die die Stadt 2018 organisiert hatte.

Beim Kampagnen-Auftakt – einem Pressegespräch im Rathaus mit diversen Zeitungen – haben Mevla Pektas und ihre Berufskolleginnen und -kollegen mit den oben genannten Vorurteilen kräftig aufgeräumt. Alle an der Kampagne beteiligten Einrichtungen bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle, um Berufs- und Familienleben optimal vereinbaren zu können. Die vier Einrichtungsleiter betonten die Vielseitigkeit der Aufgaben in der Pflege und die tatsächlich guten Aufstiegs- und Karrierechancen. „Ich selbst bin gelernte Krankenschwester, habe mich parallel zum Job weitergebildet und nach der Tätigkeit als Wohnbereichsleitung und Pflegedienstleitung 2017 die Einrichtungsleitung von Sankt Barbara übernommen – als Alleinerziehende und mit nur 33 Jahren als eine der jüngsten Einrichtungsleitungen in der Region. Ich bin also der lebende Beweis dafür, dass man in der Pflege Karriere machen kann,“ erzählt Mevla Pektas. Im Pflegebereich würden außerdem gute Gehälter und Ausbildungsgehälter gezahlt und auch ungelernte Pflegekräfte könnten gut verdienen.

Als nächstes werden die Kampagnen-Teilnehmer einen Imagefilm produzieren, in dem eigene Auszubildende über ihre positiven Erfahrungen in der Pflege berichten. Der 60-Sekunden-Spot soll über Soziale Medien wie Facebook und Instagram verteilt und mit Flyern beworben werden. Die Stadt Weinheim bezuschusst das Vorhaben. „Man hört und liest jeden Tag so viel Schlechtes über den Pflegeberuf“, erklärt Mevla Pektas. „Dem haben wir sehr viel Positives entgegenzusetzen!“

 

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