Theater spielen und das Leben beleuchten
Theater spielen viele als Kinder, Schauspielende als Beruf oder Laien als Hobby. Für manche ist das Leben eine große Bühne, auf der sie sich selbst ausdrücken, Fantasien wahr werden lassen oder mit anderen in Kontakt treten. Gemeinsam ist allen: Sie beleuchten das Leben und schaffen Kultur.
Die Theatergruppe als kreativer Freiraum und Ort ungeahnter Möglichkeiten: In der Theaterpädagogik ist bekannt, dass die Vorstellungskraft körperliche und geistige Einschränkungen übersteigt – und so ein Gefühl von Selbstbestimmung freisetzt.
Gleichzeitig findet ein Austausch mit anderen statt und alle stärken ihre mentale Gesundheit. Ob durch geteilte Lebensfreude oder auch das Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Gerade Ältere tragen viele Erfahrungen mit sich: Verpasste Chancen kehren in der Fantasie wieder, Probleme werden spielerisch gelöst und all das ist es wert, einem Publikum geschenkt zu werden.
Hinter dem Vorhang entsteht die Magie: Das, was die meisten bei Aufführungen sehen, ist lange nicht alles, was Theater zu bieten hat. Angefangen beim Besuch von Theatervorstellungen, um sich inspirieren zu lassen, entfalten sich viele Aktivitäten. Vom Lesen und Analysieren in Literatur- oder Theaterkreisen bis hin zum Auswählen oder Erstellen eigener Stücke. Je nach individuellen Fähigkeiten und Zielen verteilen sich Rollen. Die eine findet Spaß am Einüben oder Vortragen von Sprech- und Ausdruckübungen – und der andere entwirft und erstellt Kostüme oder Bühnenbilder. Wieder andere bringen mit Musik, Geräusch-Effekten und Licht Lebendigkeit in das Geschehen.
Lebendiger Fantasie freien Lauf lassen:
- Theaterbesuche geplant als barrierearme Ausflüge, durch Anschauen von Aufzeichnungen oder durch Einladen von Ensembles ins Haus.
- Theaterspiele, Rollenspiele und Sketche können Gruppen mit oder ohne Regie nach eigenen Bedürfnissen aussuchen oder selbst entwickeln, um sie sich vorzulesen oder zu proben. Eine Vorführung vor Publikum ist nicht zwingend.
- Monologe und Gedichte können auch Einzelne lernen und proben, zum Beispiel vor dem Spiegel oder mit den eigenen Sachen als Requisit.
- Improvisationstheater funktioniert ohne festes Drehbuch und Proben – es lebt von spontanen Einfällen und regt die Vorstellungskraft besonders stark an.
- Werkstätten oder Bastelgruppen für Kostüme und Requisiten finden technisch, handwerklich und kreativ Begabte spannend, indem sie mit ihren Werken einen Bezug zu einer Geschichte herstellen.
- Erlebnisse zu besprechen und Eindrücke auszutauschen ist wichtig, um die Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern, und es gibt Anregungen für weitere Theaterspiele.
Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik Gut zu wissen aus unseren Hausmagazinen. Diese erscheinen ein Mal im Quartal und liegen in unseren Senioren-Residenzen aus. Zudem finden Sie sie hier online im Bereich Magazine.