Kreativsein ohne Eile ist voll im Trend

Bewusst langsam handarbeiten und schöne Dinge selbst gestalten: Das ist in Deutschland gerade ein Trend. Das achtsame Kreativwerden wird auch „Slow DIY“ genannt – das ist Englisch und bedeutet so viel wie „langsames Selbermachen“. Ganz in Ruhe einer Handarbeit oder handwerklichen Tätigkeiten nachzugehen, ist eine Möglichkeit, den Alltag und das Umfeld zu verschönern und sich wohlzufühlen.

Alte Fertigkeiten neu entdecken: Gerade Seniorinnen und Senioren haben im Laufe ihres Lebens oft Fähigkeiten wie Stricken, Schrauben oder Malen gelernt. Im Gegensatz zu früher, als das Tun oft aus der Not entstand und das schnelle Ergebnis wichtiger war – zum Beispiel beim Stricken eines Pullis –, geht es beim entschleunigenden Handarbeiten mehr um die Erfahrung an sich. Der Weg ist das Ziel und dabei wirken ruhige, wiederholende Arbeiten entspannend und stressreduzierend. Die Motorik und die Konzentration werden ganz nebenbei mitgefördert, genauso wie positive Emotionen: Am Ende des Prozesses fühlen sich viele stolz, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben.

Mit einfachen Mitteln kreativ sein und in Erinnerungen schwelgen: Bei Slow DIY benötigen die Heimwerkerinnen und Heimwerker keine teuren oder speziellen Materialien – wichtiger ist eine leichte Zugänglichkeit. Einfache Alltags- oder Naturmaterialien können verwendet und kaputte Gegenstände repariert oder aufgewertet werden. Besonders viel Freude bereitet es einigen, wenn sie sich beispielsweise in einer Bastelgruppe zusammenschließen, sich gegenseitig helfen und sich mit anderen über ihre Projekte austauschen. Gemeinsam den Moment zu genießen, macht das Leben lebenswert und stärkt das Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft.

So können auch Sie in Ruhe mit den Händen etwas Schönes erschaffen:

  • Gärten im Kleinformat gestalten durch das Anlegen von Kräuter- oder Blumenpflanzen in Einmachgläsern, Kisten oder altem Porzellan.
  • Stricken, Häkeln und Nähen mit einfachen Mustern für Deckchen, Schals, Topflappen oder Duftsäckchen, die mit Lavendel, Kamille oder Rosenblättern befüllt werden.
  • Naturmaterialien bearbeiten durch Pressen und Trocknen von Blüten, Blättern, Fasern, Früchten und Samen. Das Binden und Flechten von Kränzen oder Bemalen, Beschriften und Bekleben von gefundenen Steinen sowie Holz oder Rinde eignet sich ebenfalls.
  • Erinnerungen und Grüße persönlich aufwerten durch Aufbewahrungskisten, Fotoalben und -rahmen verzieren, Briefpapier verschönern, Karten basteln oder Collagen aus alten Zeitschriften, Notizen, Fotos und Postkarten zusammenstellen.
  • Upcycling als kreative Wiederverwertung von Dingen wie Gläsern, Kisten, Stoffresten, Papier und Kartons, die sonst weggeworfen würden. Oft lassen sich Reparaturen durchführen oder kaputte Stellen ansprechend überdecken.

Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik Gut zu wissen aus unseren Hausmagazinen. Diese erscheinen ein Mal im Quartal und liegen in unseren Senioren-Residenzen aus. Zudem finden Sie sie hier online im Bereich Magazine.

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