Aktuelles Darmstadt

Tag der offenen Tür im Wohnpark

Welche Service-, Freizeit und Gesundheitsangebote für aktive und auch bereits pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren angeboten werden, erfahren Besucher beim Tag der offenen Tür im Wohnpark Kranichstein. Am Sonntag, den 6. Mai 2012 in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr wird die großräumige Innen- und Außenanlage vorgestellt. Die BewohnerInnen und Mitarbeiter stehen für Interessierte zu Gesprächen und Wohnungsbesichtigungen zur Verfügung. Weiter auf dem Programm steht ein Fachvortrag und musikalische Unterhaltung: Im Café und auf der Terrasse sind Kuchenspezialitäten zu genießen.

Tag der offenen Tür am Sonntag, den 6. Mai

Ab 14.00 Uhr: Wohnungsbesichtigungen, parallel dazu

14: 30 Uhr:  Fachvortrag "Sturzprophylaxe" von Dr. med. Fabian Schneider, Oberarzt am geriatrischen Zentrum im Elisabethenstift Darmstadt

16:30 Uhr Kammerchor "Cantabile Darmstadt" - frühlingshafte Melodien

Bis 18.00 Uhr: ´Kaffee- und Kuchen-Spezialitäten im Musik-Café

 

 

"Do it yourself"

Das Auge isst mit: Lubomir Schuster bereitet Spanische "Paella"


Küchenchef Lubomir Schuster setzt auf Frische und Selbstgemachtes

Schon Winston Churchill sagte: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“. An den Wahlspruch des berühmten Briten knüpft Küchenchef Lubomir Schuster mit seiner Kochkunst an. Unter seiner Leitung offeriert das Restaurant täglich drei verschiedene Menüs – plus frische Salatvariationen an der Salatbar. „Das Wohlbefinden der Bewohner ist mir wichtig, schließlich sind sie meine Arbeitgeber“ scherzt der 49jährige Lubomir Schuster. Doch „Leib und Seele“ seien nicht bei jedem gleich. „Menschen besitzen sehr unterschiedliche Geschmäcker“ weiß der Mann mit dem tschechischen Vornamen aus Erfahrung. Schuster lebte bis zu seinem 22sten Lebensjahr in Tschechien, in einer Gegend, die unter den Älteren noch als „Sudetendeutschland“ bekannt ist. Beruflich kam er über Stationen u. a. in Sterne-Restaurants im Herbst 2011 schließlich in den Wohnpark. Sein besonderer Blick gilt der „Frische der Produkte“, wie Fleisch und Gemüse. Auf Vorgefertigtes greift er nur ungern zurück. So kocht der verheiratete Vater von drei Kindern am liebsten „so viel wie möglich selbst“. Das kommt gut an. Besonders die Mehlspeisen-Spezialitäten seiner Heimat Böhmen, darunter süße und salzige Knödel aller Art, finden großen Zuspruch unter den Bewohnern. Einfach und gut. Keine allzu exotischen Namen sollen Verwirrung stiften auf der Speisekarte; alle sollen „mit dem Essen klarkommen“ findet der Koch.

Frische Zutaten enthalten mehr Vitamine

Genuss trotz Diät

Genießen sollen auch diejenigen, die aus medizinischen Gründen auf diätische Kost gesetzt sind. Dazu hat Schuster spezielle Schulungen durchlaufen. Auch glutenfreies Essen soll angeboten werden, informiert der engagierte Ernährungsprofi. Denn nach neuesten Erkenntnissen stehe Gluten im Verdacht den Verlauf von Demenzerkrankungen zu beschleunigen. Was hat er als nächstes vor? Angedacht sind kulinarische Events, etwa unter italienischer Flagge oder auch Deftiges wie Steakabende. Eine Herausforderung ist es allemal: 250 Menschen „etwas Gutes zu bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“.


„Pinsel hoch“

Blumen in zauberhaften Blautönen:Leiterin Ina Pollakowski (links)
und Malschülerin Dorothea Thierolf, mit einem ihrer Werke.

Malgruppe unter der Leitung von Ina Pollakowski präsentiert ihre neuen Bilder

Seit über 7 Jahren bannen sie ihre Kreativität in Farben und Formen aufs Papier: Die Malgruppe, geleitet von der Bewohnerin Ina Pollakowski. Die im achten Lebensjahrzehnt stehende Autodidaktin gibt Malkurse in den Räumen des Wohnstifts und ist überzeugt, dass „Lernen – und vor allem die Aktivierung von unentdeckten Fähigkeiten – keine Altersgrenze kennt“. Angst vor der Leinwand brauche keiner zu haben, betont Ina Pollakowski, denn Malen sei auch „ein Stück Handwerk“. Ihr eigenes Handwerk lernte die Kursgeberin einst bei der bekannten Darmstädter Malerin Marianne Mischke.

Zur Vernissage sprach Stefan Feric,
Leiter der sozial-kulturellen Abteilung


Schlummernde Talente

Die Werke ihrer Kurs-Teilnehmerinnen sind in Farbe mit Aquarelltechnik gefertigt, aber auch an stilvolle Zeichnungen, Seidenmalerei, Glasätzungen bis hin zur Porzellanmalerei wagten sich die „Kunstschülerinnen“ bislang heran. Das Motto sei "Pinsel hoch", erzählt Ina Pollakowski lachend. Daher sei es unwichtig, ob jemand früher in Freizeit oder Beruf schon mal mit Malerei gearbeitet habe. So konnten - von der gelernten Kontoristin bis hin zur Schneiderin - bislang einige schlummernde Talente entdeckt werden. Darunter ist auch Dorothea Thierolf, der es besonders das zarte, vielfältige Farbenspiel in der Aquarellmalerei angetan hat. Ihre Lieblingsmotive sind eindeutig Blumen. "Da braucht man auch keine schwierigen Perspektiven wie in der Landschaftsmalerei zu beachten", erläutert die Bewohnerin. Die zweimal im Jahr stattfindende hausinterne Ausstellung präsentiert die Ergebnisse dieser kreativen Arbeit!




„Das Schiff fährt weiter...“

Symbolische Schlüsselübergabe: Heinz-Jürgen Schneider und Gabriela Hayer

Der Einkaufsladen im Wohnpark ist seit 1. April unter neuer Führung

Das Schiff fährt weiter... so veranschaulichte der bisherige Inhaber Heinz-Jürgen Schneider spontan die Veränderung im Wohnpark-Laden. Dazu passt, dass Schiffsnamen zumeist weiblich sind: Denn das neue, freundliche Gesicht hinter der Ladentheke heißt Gabriela Heyer und ist mit Kundenverkehr und Lebensmittelbeschaffung bestens vertraut. Ehemals in einem großen Catering-Unternehmen als Betriebsleiterin tätig, möchte die 49jährige Mutter zweier erwachsener Töchter nun etwas kürzer treten und managt künftig statt des „kleinen Familienunternehmens“ den gut sortierten Einkaufsladen im Wohnpark.

Als spontan eine Bewohnerin nachfragte, ob auch künftig ihre Päckchen an die richtige Adresse kämen, lacht die temperamentvolle, aus Thüringen stammende Gabriela Heyer: Sie hat schon im März in den Betrieb „reingeschnuppert“ und ist sich sicher: „Das kriegen wir auch weiterhin hin“!

Der Einkaufsladen ist gut sortiert

Schlüsselübergabe

Neben dem Postbetrieb, gehören auch Reinigung und ÖPNV Fahrkarten-Ausgabe zum Service-Angebot. Ganz zu schweigen von den mitunter „exotischen“ Wünschen der Bewohnerschaft, wie Heinz-Jürgen Schneider am Montag, den 4. April bei der symbolischen Schlüsselübergabe schmunzelnd berichtet. Die Liste reicht von extra aus Bayern importierten Weißwürsten, über Taschenschlaufen, die es beim Schuster zu verkürzen galt bis hin zum extra bestellten „Abreißkalender“ in italienischer Sprache.

Wohnpark-Leiter Uwe Hinze und Dr. Rolf Strohecker vom Heimbeirat bedankten sich für die stets liebenswürdige, hilfsbereite und humorvolle Art des scheidenden Heinz-Jürgen Schneider und wünschten ihm alles Gute für „den zweiten Ruhestand“. Dieser sei jedoch neben Kunst- und Kultur auch mit viel karitativen Engagement gefüllt, berichtete Schneider.

Günstigere Preise

Die „Neue“ Gabriela Hayer möchte in Zukunft noch einige Angebote ausbauen: Sie stellt sich vor, „eine Thüringer Woche oder Odenwälder Markttage mit den dazugehörigen Spezialitäten“ anzubieten. Attraktiver werden auch die Preise für viele Grundnahrungsmittel, denn der Einkauf erfolgt künftig über die Incura-Einkaufsgesellschaft des Wohnparks. Die dadurch erzielten günstigeren Preise können „direkt an die Kunden des Ladens weitergegeben werden“, freut sich Uwe Hinze. Also keine Flaute für das Schiff und seine Mannschaft in Sicht.



Schule damals

Von Schülern “gekrönt“: Else Gottwald hat viele schöne Erinnerungen an ihre Zeit als Lehrerin.

Gespräch mit einer heute 84jährigen ehemaligen Lehrerin

Frau Else Gottwald, geb. 1925, war 25 Jahre lang als Lehrerin tätig. 2007 zog sie aus Aachen mit ihrem Mann in den Wohnpark Kranichstein in Darmstadt, in die Nähe ihrer Tochter, die in Kranichstein lebt.

Frau Else Gottwald: „Lehrer, Eltern und auch Schüler klagen heute über Überforderung. Was raten Sie ihnen“?

Leider schieben heute viele Eltern den Lehrern häufig die Schuld zu, wenn es Probleme in der Schule gibt.. Sie vergessen, dass es auch normal ist, dass Kinder und Jugendliche Probleme haben – es kann eine Entwicklungsphase sein, wo sie wachsen, aber das nicht unbedingt an den Noten ablesbar ist. Alle sollten mehr zusammenarbeiten! Die Lehrkraft kann den Eltern wertvolle Tipps aus ihrer Beobachtung geben und umgekehrt. Denn viele Eltern können sich gar nicht vorstellen, dass sich ihr Kind in der Schüle völlig anders verhält als zuhause und sind dann alarmiert und finden das Kind ungerecht behandelt oder ungenügend gefördert. 

Als junges „Fräulein“ (so wurden Lehrerinnen genannt) im Jahr 1946 mit Schülern der 2. Klasse.

„Haben Sie da ein Beispiel aus ihrer Praxis“?

In meiner Unterrichtsklasse war ein auffälliger Schüler, der provozierte mich, indem er stehenblieb als alle anderen sich zu Unterrichtsbeginn hinsetzten. Ich sagte freundlich: „Ach willste gucken, ob auch alle sitzen? Das finde ich gut, so kannste mir bei meiner Arbeit helfen!“ Von diesem Zeitpunkt an hörte sein provozierendes Verhalten auf und ich dachte im Nachhinein, dass er einfach Aufmerksamkeit und Lob wollte und natürlich nicht Schimpfe, wie man es ja auf den ersten Blick deuten könnte.

„Wenn Sie gestern und heute vergleichen, was fanden Sie damals positiv“?

Wir hatten damals einen Kachelofen in jedem Schulzimmer und gingen mit den größeren Jungen morgens raus, um Holz dafür zu hacken. Das schaffte Zusammenhalt – wenn die einen was für die anderen taten. Auch der Respekt vor Lehrpersonen war ein anderer. So war es möglich, dass trotz 56 Schüler verschiedenen Alters Ruhe zum Unterrichten in der Klasse war. Als Klassenlehrerin gab man alle Fächer, das heißt man hatte sehr viel Kontakt zu den Schülern und kannte ihre Stärken und Schwächen bei den Leistungen, da konnte man einiges ausgleichen. In Mathematik übte ich unbeirrbar jede Stunde am Anfang 10 Minuten Kopfrechnen, das saß dann irgendwann bei allen im Schlaf. Das Fach Textilkunde gibt es heute nicht mehr, obwohl ich finde, dass das die Kreativität fördert. Nun ja, das lag natürlich auch daran, dass man früher vieles selbst anfertigen musste – aber so entstanden z. B. ganze Puppenwelten aus einem einfachen Pappkarton!

Immer zum Scherzen aufgelegt ... als Polizistin verkleidet beim diesjährigen Karneval

„Erzählen Sie uns noch eine schöne Anekdote“?

Die Schüler wählten jedes Jahr eine besonders beliebte Lehrerin zur „Schulkönigin“. Eines Tages wurde ich „gekrönt“ – und zwar durch einen rosa „Pinkeltopf“ mit Blümchen, den ich unter herzlichem Gelächter aufsetzte. Noch heute habe ich einen guten Kontakt zu vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern und wurde noch in 2007 zum Klassentreffen mit den „Jungs und Mädchen“ eingeladen – wir kennen uns seit fast 65 Jahren!


Neue Leitung im Wohnpark Kranichstein


Uwe Hinze kommt aus Wiesbaden und hat viel Engagement im Gepäck

uwe_hinze














Seit 1. Juli ist er neuer Einrichtungsleiter im Wohnpark: Der Dipl.-Sozialpädagoge Uwe Hinze kommt aus Wiesbaden und tritt damit die Nachfolge von Jörg Joob in dieser Stellung an. Der 48jährige Uwe Hinze war zuletzt langjähriger Leiter eines

Wohnpflegehauses  in der gemeinnützigen Behindertenhilfe. Bereits im Rahmen seiner Diplomarbeit widmete er sich neuen Möglichkeiten in der sozialen Seniorenarbeit. In verschiedenen Vereinen und Verbänden wie z. B. in der „Deutschen Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen“ ist er aktiv und auch als Autor von Fachbeiträgen bekannt. Seit 2006 spendet er zusätzlich Know-how und Freizeit, um einem Lehrauftrag an der Fachhochschule Ludwigshafen nachzukommen. Auch in seiner neuen Stellung will der Vater von zwei 13 und 15 Jahre alten Kindern Schwerpunkte setzen: Einer davon sei die „Spezifizierung der Angebote für Menschen mit Demenzerkrankung“. Hierzu möchte er die „inhaltlichen und baulichen Chancen des Wohnparks“ nutzen. Weitere vielfältige und spannende Fragestellungen ergäben sich in einer so großen Einrichtung von selbst, erklärt der neue Leiter, der nun rund 180 Mitarbeiter an seiner Seite hat.

Gute Tradition fortsetzen

„Zunächst möchte ich die erfolgreiche Arbeit im Wohnpark fortsetzen und an die guten Traditionen anknüpfen, betont Uwe Hinze, der schon nach kurzer Zeit „begeistert über das engagierte Mitarbeiterteam“ ist. Auch die Bewohner hätten ihn sehr herzlich empfangen. Bei so viel Engagement darf auch der Ausgleich nicht fehlen: Uwe Hinze radelt gerne in den grünen Hügeln rund um Wiesbaden und ist leidenschaftlicher „Mitsänger“ in der Kantorei der Bergkirche in seiner Heimatstadt. In Darmstadt freut er sich Kunst und Kultur kennenzulernen, deren Ruf stets bis nach Wiesbaden gelangt sei. „In so einer wunderbaren Stadt fällt mir die Auswahl schwer, seufzt Uwe Hinze und erinnert sich aus der Studienzeit noch gut an Veranstaltungen im Jagdhofkeller, ein Ort, den der Vielbeschäftigte gerne „neu entdecken“ möchte. Vorfreude verspürt Uwe Hinze auch im Hinblick auf Ausstellungsbesuche auf der Mathildenhöhe, denn „die Arbeit des Leiters Rolf Beil bewundere ich ohnehin“. „Wenn es dann noch möglich ist, die alten Beziehungen zum Konzertchor Darmstadt aufleben zu lassen, dann wäre ich sehr glücklich“!



     
     
     
   




 


 
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